Mitteilungen Nr. 07

Liebe Pfarreiangehörige, liebe Leserinnen und Leser
Die aktuellen Gegebenheiten fordern uns auf zu Flexibilität und Kreativität – uns alle. Mit dem Veranstaltungsverbot finden bis sicherlich 19. April keine Gottesdienste und Veranstaltungen statt. Gerne erhalten wir mit dem „forumKirche“ die Kommunikation zu Ihnen nachhause und die Möglichkeit, Sie zu informieren aufrecht im neu doppelseitigen Mitteilungs-Teil.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen viel Kraft, Zuversicht und Gottes reichen Segen!
Das Pfarreiteam

Informationen in zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie

Gemäss aktuellem Informationsstand per 30. April 2020 gelten folgende Massnahmen bis und mit 8. Juni 2020:

- Im genannten Zeitraum entfallen alle Gottdienste und Veranstaltungen.
- Die Kirche ist tagsüber für persönliche Gebete offen.

- Unsere Seelsorger stehen für persönliche Gespräche per Telefon zur Verfügung und sind erreichbar unter folgenden Telefonnummern:

  Martin Kohlbrenner, Tel. Nr. 071 640 00 84
  Mathäus Varughese, Tel. Nr. 079 897 01 81
  Jürgen Bucher, Tel. Nr. 071 642 31 68

- Begräbnisfeiern werden so einfach wie möglich und mit so wenigen Personen wie möglich gefeiert. Eine Abdankungsfeier in der Kirche bzw. in einer Abdankungshalle ist gemäss bundesrätlicher Verordnung ab dem 11. Mai 2020 möglich (kantonal teilweise früher); das Bundesamt für Gesundheit erlaubt ab dem 27. April 2020 Begräbnisfeiern im Familienkreis. Es ist der Familie überlassen, zu entscheiden, wer zum «Familienkreis» gehört – also z. B. Ehepartnerinnen, Lebenspartner, Kinder, Geschwister, Eltern etc. Es müssen aber auf jeden Fall die Vorgaben betreffend Abstand und Hygiene eingehalten werden. Die dringende Empfehlung des Bischofs, die Feier nur im Freien (am Grab) durchzuführen, bleibt bestehen.

- Die Erstkommunion ist verschoben auf den 13. September 2020 und die Dankwallfahrt auf den 26. September 2020.
- Der Taufsonntag vom 10. Mai 2020 wird neu auf den 9. August 2020 verlegt.
- Die Firmung wird ebenfalls in den Spätsommer/Herbst verschoben.

Katholische Kirchgemeinde Sulgen – Verschiebung der Kirchgemeindeversammlung

In Nachachtung des Bundesratsentscheides infolge der Corona-Pandemiesituation hat die Kirchenvorsteherschaft (KIVO) entschieden, die auf den 23. April 2020 terminierte Kirchgemeindeversammlung auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
Unsere Pflicht als KIVO, die Rechnung 2019 nach den gesetzlichen Bestimmungen (§116 KOG) zu prüfen, haben wir vorgenommen. Ebenso hat unsere Rechnungsprüfungskommission gemäss ihrem gesetzlichen Auftrag (§105 KOG) die Rechnung 2019 geprüft. Sie empfiehlt, diese zu genehmigen. Im Budget 2020 haben wir keine neuen Ausgaben vorgesehen. Das Budget 2020 beinhaltet nur gebundene Ausgaben. Die KIVO hat das Recht und die Pflicht, gebundene Ausgaben auch ohne Vorliegen eines genehmigten Budgets zu zahlen. Den Steuerfuss 2020 haben wir bereits an der letztjährigen Kirchgemeindeversammlung beschlossen.
Die Botschaft zur diesjährigen Kirchgemeindeversammlung kann auf unserer Homepage unter www.kathsulgen.ch eingesehen werden. Die KIVO wird sobald als möglich einen neuen Versammlungstermin festlegen und Ihnen dann die Einladung und Botschaft gesetzeskonform zustellen. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen beste Gesundheit.     
Katholische Kirchenvorsteherschaft
Josef Schurtenberger, Präsident



Absage Veranstaltungen

Die ausserordentliche Lage wegen dem Corona-Virus und der damit verbundenen Verordnung des Bundes veranlasst uns folgende Anlässe abzusagen:
- Freitag, 3. April: Eier färben
- Mittwoch, 22. April: Kasperli-Theater



Solidarität mit den Risikogruppen
Hilfsangebot


Der Vorstand der Frauengemeinschaft Sulgen hat beschlossen, älteren Menschen Hilfe beim Einkaufen, Medikamente besorgen oder Fahrdienst zum Arzt anzubieten. Es gibt auch Helfer/Helferinnen, die gerne einen Brief schreiben, einen Kuchen backen oder telefonieren. Wer ein Bedürfnis hat, soll sich einfach melden und wir schauen, was wir machen können.
Wer diese Angebote nutzen möchte, kann sich bei Claudia Vieli Oertle melden, Tel. 079 544 51 41, E-Mail: vielioertle@bluewin.ch!

Helfer/Helferinnen gesucht

Liebe Frauen der Frauengemeinschaft
Gibt es Frauen unter euch, die bereit wären, für ältere Mitmenschen in den Dörfern unseres gesamten Pfarreigebietes Einkäufe zu tätigen bzw. dringende Besorgungen zu erledigen?
Achtung: Wichtig ist, dass die Anweisungen des Bundes strengstens befolgt werden. Keinen direkten Kontakt zur älteren Bevölkerung! Die Einkäufe vor die Tür stellen, nicht persönlich übergeben. Nur wer gesund ist, darf helfen. Wer beruflich mit Risikogruppen in Kontakt ist, bitte ebenfalls fernbleiben.
Wer helfen kann, melde sich bitte bei Claudia Vieli Oertle, Tel. 079 544 51 41 (gerne per SMS oder WhatsApp) oder schickt eine E-Mail an: vielioertle@bluewin.ch!
Der Vorstand der Frauengemeinschaft Sulgen und Umgebung, Claudia Vieli Oertle





Fastenopferprojekt DR Kongo

«Genug zu essen und verantwortungsvoller Rohstoffabbau»
Anfang Februar haben wir Ihnen die Fastenopferunterlagen zugestellt, worin Sie auch den Fastenkalender finden. Der Fastenkalender öffnet Raum, sich mit sich selbst und mit den Realitäten in anderen Ländern auseinander zu setzen und die kleinbäuerliche Landwirtschaft kennen zu lernen. Er ist eine Inspirationsquelle dafür, was wir ganz persönlich dazu beitragen können, die Welt zu einem besseren Ort für alle Menschen zu machen.
„Was nährt mich persönlich? Und wer nährt die Welt“?
Schön, wenn Sie in der Fastenzeit/Passionszeit sich selbst und andern Gutes tun.
Da derzeit keine Gottesdienste stattfinden, in welchen wir die Kollekten zugunsten des Fastenopferprojektes und der Ärmsten in der DR Kongo aufnehmen können, bitten wir Sie, Ihre Spenden direkt mit dem Einzahlungsschein, welchen Sie auf der hintersten Seite des Fastenkalender finden, zu überweisen. Wir werden in der Kirche im Schriftenstand noch Fastenkalender auflegen, damit Sie sich bedienen können.
Vielen herzlichen Dank für Ihre Solidarität!



Ökumenische Aktionen

Die evangelisch-reformierte Kirche und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz wollen in Zeiten der Coronavirus-Krise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung setzen und rufen zu folgenden ökumenischen Aktionen auf:

Gemeinsam beten und Kerzen anzünden


Zünden Sie bis Gründonnerstag jeweils donnerstags um 20 Uhr eine Kerze an und platzieren Sie diese sichtbar vor einem Fenster Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung und beten Sie etwas dazu, beispielsweise ein Vaterunser: für die am Virus Erkrankten, für die im Gesundheitswesen Arbeitenden und für alle Menschen, die angesichts der aktuellen Lage zu vereinsamen drohen.

Gemeinsam die Glocken läuten

Die Sorge um die Menschen in unserem Land geht weiter: An Gründonnerstag um 20 Uhr und am Ostersonntag läuten alle Glocken unseren Kirchen.




Ab Palmsonntag haben Sie die Möglichkeit, in unseren Kirchen in Sulgen und in Bürglen die neue Osterkerze zum Preis von Fr. 10.-- zu kaufen. Bitte legen Sie das Geld dafür in die angeschriebene Kerzenkasse.
Nutzen Sie die schöne Gelegenheit, das Osterlicht nachhause zu nehmen oder zu verschenken.




Von Berthold Werner - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5599497



Evangelium und Gedanken zu Ostern

Die Frauen am leeren Grab: MT 28,1–10

1 Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.

2 Und siehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.

3 Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee.

4 Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und waren wie tot.

5 Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten.

6 Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag!

7 Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden und siehe, er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.

8 Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.

Die Erscheinung des Auferstandenen vor den Frauen: MT 28,9–10

9 Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße.

10 Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.

Liebe Pfarreiangehörige

Das Osterevangelium beschreibt den Gang der Frauen zum Grab. Zutiefst verstört über das Vergangene machen sie sich auf den Weg, um den Leichnam zu salben. Ein orientalisches Ritual, dem man sich unterzog.
Man kann sich vielleicht wage vorstellen, in welchem Gemütszustand sie sich auf den Weg gemacht hatten:
Die Tage ab dem Karfreitag waren die Begegnung mit der Sinnlosigkeit, mit dem Tod, der seine Krallen an den Lebenswillen der Anhänger Jesu angesetzt hat und jeden Glauben an die Zukunft zu ersticken drohte.
Ein Stück weit befinden wir uns alle in diesen Tagen in einer ähnlichen Situation, die für uns alle bedrückend ist und Zukunftsangst hervorruft. Und wir fragen uns: Wie soll es weitergehen?
Eine Erfahrung, die wir auch nach dem Tod eines geliebten Menschen machen. Trostlos ist auch für jeden von uns der Tod eines geliebten Menschen. Vor uns öffnet sich eine Leere, die zunächst nicht auf einen tieferen Sinngehalt hinweist. Es muss insbesondere Maria Magdalena so erschienen sein, als wenn noch einmal der Tod das letzte Wort behalten könnte.
Was den Frauen am Grab dann widerfuhr, sprengte ihre Vorstellungskraft: Das Grab war leer und man teilte ihnen mit: Den, den ihr sucht, er ist nicht mehr hier, er ist auferstanden. Der Tod ist überwunden, das ist die entscheidende Botschaft der Christen an die gesamte Menschheit. Das Leben hat über den Tod gesiegt. Es gründet die Zuversicht in der Auferstehung des Gekreuzigten, Jesus von Nazareth.
Aber wie kann man sich Auferstehung vorstellen? Und was ist ein Leben jenseits des Todes?
Fragen, so alt wie dieser Text; Fragen, die sich die Menschheit seit jeher gestellt hat; Fragen, die zu jedem Augenblick des Lebens auftauchen, verunsichern, aber auch ermutigen können. Erklärungsversuche sind letztlich Modelle, Chiffren, welche wohl Antworten geben, aber letzte Fragen auch unbeantwortet lassen. Eine Antwort, in welche Richtung zu suchen ist, geben die Engel im heutigen Evangelium: Ihr da, ängstigt euch nicht, ich weiss, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier, denn auferweckt ward er, wie er gesprochen. Und es ist nicht weiter formuliert, aber man könnte hinzufügen: Geht mit diesem Jesus v. Nazareth zurück in sein Leben, erinnert euch dessen, was er gelehrt und gelebt hat, dann kommt es euch nicht mehr so ungeheuerlich vor. Denn Jesus hat nicht nur von seiner eigenen Auferstehung gesprochen, er hat diesen Sieg des Lebens über den Tod auch in seiner Person gelebt.
Wie er auf Menschen zugegangen ist, wie er geheilt hat, den Verzagten Mut zugesprochen hat, keine Angst vor Autoritäten gekannt hat, so hat er die Leblosigkeit, die Langeweile und die Angst besiegt und schon zu Lebzeiten den Menschen kleine Auferstehungserfahrungen vermittelt. Denn den Sieg des Lebens über den Tod erfahren wir auch im realen Leben immer wieder, etwa wenn ein Mensch sagt, dass eine Krankheit, die er soeben überstanden hat, ihn das Leben neu sehen lässt und er jetzt erst vieles wertschätzen kann, was ihm vorher selbstverständlich war.
Es ist wohl auch kein Zufall, dass wir Christen Ostern feiern am Frühlingsanfang, am Sonntag nach dem Beginn der Vollmondzeit, in den Morgenstunden, als die Frauen zum Grab Jesu gingen, eben als die Sonne sich erhob nach einer tränenreichen Nacht der Angst und der Traurigkeit. 
War das Grab wirklich leer am Ostermorgen? Historiker werden darüber diskutieren bis ans Ende der Zeiten. Klar ist hingegen: Gräber sind seit Jesus keine Gräber mehr, sondern Brücken in die Unendlichkeit, Orte sind sie, um Gespräche miteinander zu beginnen über das ewige Leben. Und unser Leben ist wie ein Gang zurück zu den Quellen Jesu, seinem Leben, seiner Überzeugung, seiner Weisheit. Seine Art zu leben, gemäss den Worten der Bergpredigt, provozierte allen Widerstand und bildete den Grund seiner Hinrichtung am Kreuz. Aber seine Auferstehung ist der Beginn der Gewissheit, dass es sich hinfort nur noch lohnen werde zu leben in Jesu Freiheit, seiner Weitherzigkeit, seiner Liebe. Denn ein jeder von uns ist geboren zum Licht und gemeinsam sind wir in der Kraft der Liebe auf dem Weg zu Jesus Christus, dort, wo Himmel und Erde sich berühren.
So dürfen wir begründet darauf vertrauen, dass wir auch die Karfreitagserfahrung, die uns die Corona-Krise zumutet, in Solidarität und Barmherzigkeit gemeinsam tragen und überwinden und das Tor aufstossen können in die Zukunft zu Gott. Denn der Tag hat begonnen am ersten Sabbatmorgen in der Frühe, als die Sonne aufging und der Stein weggewälzt war von der Grabkammer.
Martin Kohlbrenner

 




Erstkommunion 2020

Liebe diesjährige Erstkommunikanten/innen
Liebe Eltern und Paten/innen

Die Corona-Krise betrifft leider auch den Tag der Erstkommunion am 19. April. Wir haben uns beraten und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen:

Die Erstkommunikanten/innen dürfen ab Ostern mit ihren Eltern an gewöhnlichen Gottesdiensten zur Kommunion gehen.

Der Tag des Erstkommunionfestes ist neu festgelegt auf den Sonntag, 13. September. 

Am Freitag, 11. und Samstag 12. September finden die Proben dazu statt. Die Tauf-Erneuerungsfeier wird im Anschluss an die Probe vom Samstag, 12. September gehalten.
Der am 3. Mai geplante Ausflug ist auf Samstag, 26. September 2020 verschoben.

Euch/Ihnen allen wünsche ich in diesen schweren Zeiten alles Gute und Gottes Kraft.
Bleibt/ Bleiben Sie gesund!
Im Namen des Katechetinnen-Team
Martin Kohlbrenner, Gemeindeleiter



Senioren


Tagesausflug in den Schwarzwald vom 18. Juni

Liebe Seniorinnen, liebe Senioren

Wir haben durchaus Verständnis, dass Sie aufgrund der aktuellen Situation zögern und unsicher sind, ob eine Anmeldung Sinn macht. Wir möchten Sie dazu ermutigen, wenn Sie grundsätzlich gerne am Seniorenausflug teilnehmen möchten, sich anzumelden und wir hoffen sehr, dass der Tagesausflug in den schönen Schwarzwald stattfinden kann und wir die Gemeinschaft untereinander dann bestimmt noch viel bewusster und dankbar geniessen können. So freuen wir uns auf Ihre Anmeldungen bis spät. 31. Mai 2020. Bleiben Sie gesund!



Hinweis „Welttheater Einsiedeln“

Den Pastoralraumanlass, den Besuch des „Welttheater Einsiedeln“ vom Freitag, 14. August 2020, müssen wir ins kommende Jahr 2021 verschieben. Das Wohlergehen der Mitwirkenden hat Vorrang und so hat die Welttheatergesellschaft Einsiedeln beschlossen, das Spiel erst im Jahr 2021 aufzuführen.
Zum gegebenen Zeitpunkt informieren wir Sie gerne wieder über dieses Pastoralraumangebot und legen in unseren Kirchen Flyer mit Anmeldetalon auf.

Mitteilungen Nr. 06 /2020